Freitag, 4. April 2014

Was braucht ein Hund im 1. Jahr?

Immer wieder stelle ich fest, daß die wenigsten Leute eine Ahnung davon haben, was sie mit einem Welpen machen sollen und was nicht.
Durch den unmittelbaren Zuwachs an Häusern in unserem "Parkside-Ghetto" nimmt die Zahl der Hundebesitzer zu.
Mir stellen sich oft die Haare zu Berge, wenn ich sehe was die Menschen so alles mit ihrem treuen Gefährten anstellen.


Da joggt doch ein Mittvierziger an mir vorbei. Die Leine quer über der Brust und der Leonberger (8 Monate) muss mithalten.
Richtig wütend könnte ich werden! 
Die Labradormixhündin "darf" mit 6 Monaten neben dem Fahrrad herlaufen, damit sie auch schön müde wird. Ja wo sammer denn!!!! Und weil das nicht gut klappt und sie auch nicht hört, wird jetzt mit dem Roller gefahren.


Tip mich an die Strin.  Haben die Menschen keinen Verstand mehr??? 

Jeder Tierartz (ok nur die guten!) schärft einem ein, daß ein Hund erst ab seinem 12. Lebensmonat anfangen sollte den Menschen beim  jogging oder fahrradfahren  zu begleiten.
Aus einem ganz einfachen Grund: Die Knochen.

Ich hab unseren sogar bis zum 9. Monat die Treppen rauf und runter getragen. Mei... da muss ich doof gewesen sein, oder wolle ich nur seine Hüfte schonen??
Ich hätte es sogar noch weiter gemacht, alledings hat er so gezappelt, daß es einfach nicht möglich war.


OK... jetzt komm ich mal zum Kern der Sache:
Was braucht der Hund im 1. Jahr?


Eine Grunderziehung - ganz klar
er sollte Stubenrein werden, nichts vom Tisch nehmen, draußen nichts fresen und er sollte freudig kommen und sich anleinen lassen. Dann ist es noch gut, wenn er an der Straße stehen bleiben kann oder sich hinsetzt.  Wenn das alles klappt, dann kann man noch weitere Dinge dazu nehmen - aber nichts muss!



Viel Kontakt zu anderen Hunden in JEDEM alter. Nur so lernt er die Körpersprache richtig verstehen. 1 Stunde mit einem "Kumpel"  zu spielen, ist viel mehr wert als 1 Stunde joggen!
 Beim Spielen werden alle Muskeln schonend trainiert.









Ein Gutes Verhältnis zum Herrchen/Frauchen oder allen Familienmitgliedern ist auch ganz wichtig. 
Das heißt, viel Zeit verbringen - schmusen, spielen, streicheln, nebenbei erziehen. Auch mal mit dem Hund raufen. Es gibt nichts besseres als eine gute Bindung. Das schafft Vertrauen. Und wenn der Hund einem vertraut, hat man schon halb gewonnen, denn dann wird er mit freuden folgen .
 
ab und zu wird Frisbee gespielt



Nach dem 1. Jahr kann dann richtig mit der "Ausbildung" begonnen werden. Diese ist allerdings, das sollte man sich vor Augen führen, erst i.d.R. nach 2 Jahren beendet. 
 
Arbeit als Laufstegmodel mit 3 Jahren

Das kalkulieren viele nicht ein, daß die ersten 3 Jahre ganz schön "hart", ereignisreich und lehrreich sind. Denn nicht nur der Hund muss lernen, sondern auch der Halter. Und zwar die Körpersprache seines Hundes.


 Ich könnte wahrscheinlich ein ganzes Buch darüber füllen. Aber es gibt schon so viel Literatur, nur gelesen wird sie oftmals nicht :(


4 Kommentare
  1. Liebe Gusta,

    was soll ich Dir dazu sagen?
    Als wir unseren Hund vor zwei Jahren bekommen haben (Ersthundebsitzer) wollte ich nicht glauben,
    was sich da unter den Hundehaltern alles präsentiert.
    Inzwischen muss ich Dir leider sagen...
    Es ist wie mit den grundsätzlichen Dingen in der Kindererziehung!
    Wie oft habe in der Kita gesessen und musste über so einfache Dinge, wie aus was besteht ein gesundes Frühstück ect. pp diskutieren. Ohne Worte...
    Mir schwilt der Hals zu wenn Tierhalter ihre Tiere vermenschlichen!!!
    Da bin ich letztens mit unserem Hund zum Lösen unterwegs, da kommt mir eine Hundebesitzerin mit ihrem Hund entgegen, den Kotbeutel in der Hand und ruft ihren HUnd beim Namen und sagt:" XXX Du bist doch nach gar nicht fertig mit Kacki....!"
    Hallo? Ich dachte ich glaub es nicht, unfassbar!!!

    Liebe Grüße
    Nicole



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    1. Unfassbar! Da fehlen mir auch die Worte. Ich hab schon gehört wie eine "Komm zu Mamiiiiiii" nach ihrem Hund gerufen hat. *kopfschüttel*

      Liebe Grüße
      Gusta

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    2. :O Obwohl!? ... Du musst schon zugeben, Border Collies haben viele "menschliche" Züge! ;-)
      Schön, mal wieder so tolle Hundebilder zu sehen!

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  2. Liebe Gusta,
    bei Einigen fehlen mir auch die Worte, da haben doch tatsächlich Welche
    ihren Welpen 14km zum übernächsten Ort am Fahrrad laufen lassen,
    der konnte dann fast eine Woche nicht mehr gehen.
    Ich hab sowas von geschimpft mit denen, sogar als verrückt betitelt.

    Wir waren ja auch Ersthalter als wir vor 13 Jahren unsere "Wutz" bekommen haben, wir sind Mitglieder beim Hundeverein und waren von Anfang an in der Welpenstunde.
    Den Kindern hat das auch soviel Spass gemacht,
    dass die Jüngste sogar ihren Ausbilderschein gemacht hat und auch öfters auf Turniere gegangen ist (Fährten, Begleithunde und Agility) Pokale haben wir einige und mit 3 Jahren hat sie sogar eine Goldmedallie als schnellster Hund gewonnen, für einen Jack Russell unter Austr. Shepard und Schäferhunden, finde ich dass das schon eine gute Leistung war.
    Allerdings muß ich eines sagen,
    meine frisst alles, was sie findet, da hat die ganze Erziehung nichts gebracht,
    obwohl wir immer Leckerlis zur Belohnung dabei haben,
    wenn irgendwo ein Krümel liegt, wird er gnadenlos eingesaugt, so schnell kann man garnicht schauen.
    Vielleicht hast du ja noch einen Tipp für mich.

    Inzwischen geht sie nicht mehr auf Turniere, aber noch immer sehr gerne auf den Hundeplatz,
    das macht ihr so viel Freude und man denkt nicht, dass sie schon 13 ist.
    Liebe Grüße
    Nähoma

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