Freitag, 9. Mai 2014

Short-Stories #4: Umgebung

 Bine von was eigenes  und jolijou hat im April eingeladen von seiner Umgebung zu erzählen.

*tiefeinamten* seit schonmal gewarnt..... es wird recht.... textlastig *lach*

Wo ich lebe??
Aufgewachsen bin ich in der Großstadt



hinter der Burg. Ich hatte nur 10 Minuten bis in die Altstadt. Sprich Kneipen, Biergärten, Cafés, Läden, Schulen, Parks....alles was das Herz begehrt. 
Als ich dann unsere Tochter bekam, kam mir die große Stadt gar nicht mehr so toll vor. Der Spielplatz ums Eck war nicht gerade berauschend. Dort trafen sich tagsüber auch die Arbeitslosen zum Betrinken. Dementsprechend lagen auch viele Flaschen und Scherben herum. In so einer Umgebung möchte man nicht unbedingt sein Kind wissen, oder?

Also beschlossen wir an den Stadtrand zu ziehen. Doch leider gibt es am Stadtrand mehr Häuser als Wohnungen. *seufz*
Und wenn schon Haus, dachten wir, dann auch ein bischen erschwinglicher. 
So hat es uns ins nur 4km vom Stadtrand entfernte Feucht verschlagen. Wir wohnen auch hier am äußersten Rand. Die Autobahn ums Eck (hören wir manchmal nachts, trotz Lärmschutzwand), der Bahnhof ist 2 Gehminuten entfernt - die S-Bahn fährt im Schnitt alle 10 Minuten in die Großstadt - (ok...Güterzüge sind gar nicht prickelnd und auch die Bauarbeiten mitten in der Nacht meist unerträglich) und gleich hinter dem Wäldchen geht die Bundesstraße nach Nürnberg.
Von der Verkehrsanbingung ideal - vom Verkehrslärm auch nicht leiser als in der Stadt.
 
ähm... also für MICH ist es ein KAFF (frei nach Asterix) *lach*
für die anderen ist es die Idylle schlechthin.

Warum lebe ich dann hier? 

Weil ich fest gestellt habe, daß es uns allen gut tut. Dieses viele grün um uns herum entschleunigt. Als wir hierher zogen, war es in unserem Viertel total ruhig. Ja wirklich - nur alte Leute um uns herum. Da hatte unsere Tochter nur die Möglichkeit im Kindergarten zu spielen. Aber das war ok für sie. Zur Grundschule ist es auch nicht weit und der Weg ist sicher. Sie hatte nur eine Straße zu überqueren und das war unsere.
Nun ziehen immer mehr Familien in unsere Gegend. Allerdings kann sie jetzt mit den 5-7jährigen nix mehr anfangen. 
Und ich bin ganz froh, daß sie seit ein paar Jahren aufs Gymnasium nach Nürnberg geht. Dadurch wächst sie nicht unbedingt so "abgeschottet" auf. (für ein Teeniemädel auch wichtig finde ich)

Nun wie wir hier leben..... ähm... naja... das ist so eigen auf dem "Kaff". Die alteingessenen Bürger rümpfen die Nase und behandeln einen von oben herab, wenn man ihnen zu verstehen gibt, daß man nicht von hier ist. Das finde ich unheimlich schade! Ich bin es anders gewohnt. 
Zum Glück muss ich sagen, ziehen immer mehr "Auswärtige" hierher. So finden sich dann doch ein paar Bekanntschaften.
Durch unseren Hund lernen wir immer wieder neue nette Menschen kennen. Außerdem lässt es sich jederzeit entfliehen *lach*. Zum Klamotten kaufen taugt unsere Stadt allerdings gar nicht - viel zuuu teuer! Ehrlich - es gibt keine Alternative zu der Edelbutique. *seufz* 

Summasumarum bin ich allerdings ganz froh hier wohnen zu können, nette Menschen um mich zu haben und das morgentliche Vogelgezwitscher zu hören. (Oder im Sommer die Elstern auf dem Dach Samba tanzen hören *lach*)

Und wenn uns mal der Sinn nach mehr AKTION steht, dann schnappen wir uns die nächste S-Bahn oder das Auto und fahren einfach 10 Minuten bis in die City *yeah!*

Falls ihr wissen wollt, wie es bei uns aussieht, dann guckt doch mal HIER   da Zeig ich euch meine Stadt
es gibt da viele Bilder und viel grün!




3 Kommentare
  1. Ich mag deine Geschichten
    Grüße aus Brasilien!!!
    Eliane
    http://elianeapkroker.blogspot.com.br/

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  2. Da ist sie meine Burg :) Oh wie ich sie vermisse! Wir haben auch am Rand von NBG gewohnt. 10 Minuten mit der S-Bahn, zack war man schon da. Ich komme aus einem Kaff und da war mit die Großstadt doch sehr suspekt. Deswegen habe ich mich am Rande schon gut aufgehoben gefühlt :)
    LG Alex

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  3. So ein toller Blick, aber ich bin ja echt eher Landei als Großstadtpflanze :) Ich wohne auch direkt an der Autobahn aber mich stört es nicht und ich höre sie auch nicht. Meine Mama ist hier auf dem Grundstück aufgewachsen und ich muss zugeben, dass es hier auch das "alte Spexard" gibt. Wer dazu gehört erkennt man am Namen und wenn man da sagt, dass man das Enkelkind von Fetten Theo ist, dann ist alles klar und man ist eingeordnet. Die ist hier geboren, alles klar. Und dann das "neue Spexard" auf der anderen Seite der Siedlung. Und seit neustem eben auch direkt in der Straße, denn die Alten verlassen ihre Häuser und neue ziehen ein. Unsere liebste Nachbarin ist auch zugezogen und sie ist einfach lieb und nett. Da ist der Kontakt enger als zu einigel alten Nachbarn. Ich glaube, da muss man immer ein bisschen Glück haben. Nur Dorf bleibt Dorf. Da kennt jeder jeden und alles neue ist erstmal fremd :) Großstadt für einen Tag ist mal nett, aber für immer wäre das wohl nicht meins :D

    Liebe Grüße
    Rebecca, die sich die Autobahn mit geschlossenen Augen als Meeresrauschen vorstellen kann

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