Sonntag, 18. Mai 2014

Das Frauen-Hormone-Buch

Vor 2 Jahren begann ich mich mit dem Thema "Wechseljahre" auseinander zu setzten. Zwar haben mich meine Freundinnen angesehen, als wäre ich plemplem, aber das war mir egal.

Warum hab ich mich damit beschäftigt? Zum einen hatte ich die magische 40 überschritten und zum anderen wollte ich wissen, was in den nächsten Jahren wohl auf mich zukommen würde. Außerdem stand die Frage nach einer anderen Verhütung im Raum. Nachdem ich vom Hormonstäbchen Zysten an den Eierstöcken bekommen habe und die Hormonspirale immer mal wieder spührte (und ich Nebenwirkungen hatte), dachte ich an einen vorübergehende oder nicht so langfristige, eher schonende Methode. 


Das Buch von Dr. med. Bernd Kleine-Gunk (einem angesehenen Frauenartz in Fürth) hat mir seine Sprechstundenhilfe beim Gassiegehen empfohlen. Sie meinte auch, daß ein Termin durchaus sinnvoll wäre, aber die Warteliste elendslang sei. Ok... kurzerhand das Buch online Bestellt und "verschlungen".
Die Hormonforschung ist ja noch recht jung. Dies wird von Dr. Kleine-Gunk auch hervorgehoben. Und viele Hormone greifen innenander über. Es ist auch gar nicht so einfach einen genauen Hormonspiegel zu bestimmen, da manche Hormone nur an bestimmten Tagen oder Zeiten nachgewiesen werden können.
Es ist ein wirklich spannendes Sachbuch.


Kleiner Auszug:  "Hormone bestimmen unser Leben. Sie steuern zum Beispiel unser Gewicht, unseren Schlaf, unseren Alterungsprozess und unser Gefühlsleben. Aber wir haben auch Macht über unsere Hormone."
Im 1. Kapitel beschreibt er wie uns Hormone ein Leben lang begleiten. Angefangen von der Geburt, über das Wachstum bis hin zur Greisin. Er geht auf die einzelnen Hormone ein und beschreibt auch wozu sie gut sind und wo sie gebildet werden. 
Wusstet ihr, daß alle künstlichen Hormone aus Cholesterin gewonnen werden, natürliche Hormone aber einen ganz anderen Aufbau haben?

Es folgen Kapitel über den Hormoncheck, wenn Hormone Probleme machen, Wechseljahre und moderne Hormontherapien. Selbst die Pflanzenhorme erhalten genügend Aufmerksamkeit.


Außerdem ist er der Meinung, daß IMMER eine individuelle Behandlung mit einer ausführlichen Diagnose gemacht werden muss. 

Da frag ich mich, welcher "normale Gyn" macht das schon?
Meiner auf alle Fälle nicht, denn als ich ihm das Buch zeigte und davon erzählte, meinte er nur, das wär ja noch zu früh bei mir. Er verschrieb mir ein Präparat, daß mir aber all diese Nebenwirkungen brachte, die ich auf keinen Fall wollte. 

Ich sollte keine Blutungen mehr haben, was hatte ich - mehr als zuvor und stärker. Auch wuchs die Brust und ich nahm an Gewicht zu. In gleichem Maße sank die Libido. 
Als ich ihn darauf ansprach meinte er nur: " Das mit der Brust ist doch nicht so schlimm. Und wenn sie das sonst vertragen....." 
NICHT SO SCHLIMM???? Na er ist ja ein Mann und muss nicht 2 Kg mehr mit rumschleppen und blutet nicht innerhalb von 4 Wochen 2-3 Mal. Mir geht das Mehrgewicht der Brust auf mein schwaches Brustbein und auf meine Brustwirbelsäule. Das sagte ich ihm auch. Er wer ein klein bischen verlegen, aber nur ein klein bischen. 

Auf alle Fälle hab ich den ganzen Quatsch abgesetzt und ihn das auch wissen lassen. 

Lange habe ich nach Alternativen gesucht. Dabei bin ich über eine Seite mit Heilpraktikern mit Hormontherapie-erfahrung gestolpert.  
Anfang des Jahres hatte ich den ersten Termin zum Gespräch. Ich habe über 1 Stunde mit der Therapeutin gesprochen. Sie hat Verständnis und ist auch der Meinung, was zu viel ist ist zu viel. Ich hab von der Pubertät bis jetzt alles erzählt und sie meinte, bereits nach der Schwangerschaft hätte mein Arzt schon etwas unternehmen könnnen/müssen. Nun habe ich einen Hormontest gemacht und wir werden die weitere Behandlung absprechen. 
Übrigens ist so ein Speicheltest ist gar nicht schlimm. Das macht man ganz bequem zu Hause. Innerhalb von 3-4 Tagen wird einem das Ergebnis zugeschickt. Kann ich echt nur empfehlen. Es braucht nicht immer einen Bluttest (meint auch Dr. Kleine-Gunk, weil dort nicht alle Hormone drin sind).

Ich hoffe, euch damit ein bischen Mut gemacht zu haben, nicht unbedingt der "Schulmedizin" zu folgen sondern nach Alternativen zu suchen.  Auch wenn das etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Ich halte euch auf  alle Fälle auf dem Laufenden.  Denn ich möchte meinem Körper noch eine Hilfestellung geben. Darüber erzähle ich euch nächste Woche.

4 Kommentare
  1. Liebe Gusta,
    es ist ein interessanter Beitrag! Gut, ich habe mir noch keine Gedanken darüber gemacht, weil es noch nicht so weit ist, aber ich finde es richtig, dass man darüber sprechen und die Erfahrungen austauschen soll. Mach weiter so.
    Liebe Grüße
    Natalia

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  2. Vielen Dank, liebe Gusta, sehr interessant! Ich hab's auch so gar nicht mit der "Schulmedizin" und werde Deine Geschichte gespannt mit verfolgen :-).
    Liebe Grüße, Nata

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  3. Liebe Gusta,
    auch wenn ich da durch meine OP durch bin, lese ich doch gerne bei dir mit.
    Liebe Grüße
    Nähoma

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  4. Sehr interessant dein Post! Ich habe schon seit ein paar Jahren das Gefühl, dass ich schon "damit" anfange..... habe immer gehört, wenn frau keine Kinder hat, können die Wechseljahre früher anfangen, aber ich werde auch wie Auto angeguckt, wenn ich davon spreche. Allerdings sind meine Beschwerde bisher nur mit Hitze und schwitzen verbunden - an der Stelle muss ich erklären, dass ich sonst nie viel geschwitzt hatte. Gefragt habe ich beim Arzt immer noch nicht... es wird sehr interessant deine Berichte zu folgen. Was die Verhütung angeht, habe ich den Schatzi zum Arzt geschickt... da muss ich nichts mehr tun..... hihi..... ;-)
    Liebe Grüße,
    Betty

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